|
Der
Farbkarpfen (in Japan Nishikigoi genannt):
In China waren Farbkarpfen schon vor 2500 Jahren bekannt.
Sie entstanden bei der Flusskarpfenzucht, die bereits im 11. Jahrhundert
v. Chr. eine große Tradition hatte, denn China ist das älteste Fischzuchtland.
Schon vor mehr als 2400 Jahren zwischen 750 und 450 v.Ch entstand
das 1. Fischzuchtbuch. Diese wurden als Zierfische in Teiche gehalten
und gepflegt, denn die Chinesen fürchteten sich, solche farbigen
Fische zu essen. Später sind in China die Goldfische in den Vordergrund
getreten und die Farbkarpfen wurden vergessen.
Der Name Koi:
Als Ursprungsland der Koi wird häufig Japan genannt, obwohl sicher
ist, dass durch die Verbreitung des Buddhismus, außer Karpfen, auch
Farbkarpfen nach Japan kamen. Nicht nur Goldfische, sondern auch
Koi wurden nach Japan exportiert. Im japanischen
bedeutet
Koi Karpfen. Die intensive Züchtung wird erst seit etwa 100 Jahren
betrieben. Deshalb, und weil man versuchte durch Kreuzungen immer
mehr neue Variationen herauszubringen, gibt es wahrscheinlich bis
heute noch keinen reinerbigen Koistamm. Aus den normalen Wildkarpfen,
japanisch Magoi, entstanden in Japan in etwa 200 Jahren eine Unmenge
Zuchtformen durch Mutationen und Kreuzungen, die man heute in aller
Welt mit japanischen Namen bezeichnet, und die bei immer mehr werdenden
Liebhabern sehr begehrt sind. Man unterscheidet heute über 100 verschiedene
Grundzuchtformen von Koi, die sich durch Kombinationen mit einigen
Merkmalen, wie Glanzschuppen oder Doitsu-Beschuppung vervielfachen.
Die Anzahl der Zuchtformen nimmt ständig zu. Um manche Zuchtformen
zu unterscheiden, braucht man ein "gutes Auge". Der Koi ist inzwischen
der beliebteste, attraktivste, aber auch teuerste Teichfisch der
Welt geworden. Seine Bezeichnung als König der Gartenteiche ist
deshalb nicht abwegig.
|